FIGHT

1.7 Fight – Kampf

Und wenn am Ende alle „friedlichen“ Möglichkeiten zur Konfliktlösung ausgeschöpft wurden und es dennoch zu einer Auseinandersetzung kommt, oder aber durch den unerwarteten Angriff es gar keine Möglichkeit gab diese zu verhindern, dann Kämpfen wir!

An dieser Stelle setzt jetzt in der Regel unser Selbstverteidigungskurs an, in dem wir lernen wie man auf verschieden Angriffe entsprechend reagiert um sich zu verteidigen. Besonders wichtig ist uns dabei die Einstellung und die ist ganz klar, Aufgeben ist keine Option! Wenn wir kämpfen, geben wir alles ohne Zurückhaltung und kämpfen um unser Leben!

Ich benutze auch einen persönlichen Ausdruck dafür, ich nenne das den „BEAST MODE!“, obwohl es auch nur ein anderer Ausdruck für Überlebensinstinkt ist.  

Jetzt war das eine etwas längere Einleitung die sich damit beschäftigt hat, wie man das Kämpfen möglichst vermeiden soll und am besten lieber flüchtet und jetzt plötzlich sagt der Coach, wenn du kämpfst dann kämpfe kompromisslos, kämpfe um dein Leben! Wenn ich an dieser Stelle erkläre wie wir uns im Kampf verhalten sollen, kommen immer wieder Fragen auf, ob das denn jetzt nicht im Wiederspruch steht mit allem was ich bis hierhin gesagt habe? Nein, ganz und gar nicht. Ich gehe davon aus, dass normale Menschen, Konflikten lieber aus dem Weg gehen statt diese zu suchen. In diesem Sinne ist es als friedfertiger Mensch, mein Ziel dazu anzuregen und verschiedene Möglichkeiten gewaltloser Konfliktlösung zu zeigen.

Als Instruktor für Selbstverteidigung habe ich aber selbstverständlich den Standpunkt, dass Gewalt durchaus eine Lösung ist! Es ist mir aber auch wichtig, dass auch meine Kursteilnehmer und Schüler verstehen, dass Gewalt die letzte Option ist, nicht die Universallösung für alle Zwischenmenschlichen Probleme.

Hierzu zum Abschluss eine kleine asiatische Weisheit, die das hervorragend auf den Punkt bringt:

„Sagt ein Schüler zu seinem Meister: Meister du lehrst mich zu kämpfen aber redest von Frieden, wie lässt sich das vereinen? Darauf antwortet der Meister: Es ist besser ein Krieger im Garten zu sein, als ein Gärtner im Krieg!“

Das heutige KRAV MAGA ist ein relativ junges und modernes Selbstverteidigungssystem, das seine Entwicklung zur heutigen Form nach der Gründung des Staates Israel, nach dem zweiten Weltkrieg begonnen hatte. Als zukünftiges militärisches Nahkampf- und Körperertüchtigungssystem der Israelischen Armee dienten bei der Entwicklung des KRAV MAGA als Grundlage sowohl die Kampferfahrungen aus der Vorkriegs- und Kriegszeit, als auch Techniken aus anderen Kampfkünsten. Die Techniken sollten leicht erlernbar und auch unter Stress abrufbar sein, selbst wenn der Anwender zuvor nur wenig Zeit zum Trainieren hatte. So basierte das Konzept darauf, Kampftechniken auf den natürlichen menschlichen Instinkten aufzubauen. Hierzu wurde erst erforscht, wie die auszubildenden Soldaten natürlich unter Stress reagierten, dann erst entwickelte man aufgrund dieser instinktiven Reaktionen Verteidigungstechniken. Außerdem wurde erkannt, dass eine positive Aggressivität der Kämpfer extrem wichtig ist. KRAV MAGA reagiert deshalb mit aggressiver Verteidigung auf gewalttätige Angriffe und verfolgt die Absicht, den oder die Angreifer schnellstmöglich zu neutralisieren. Darüber hinaus wird beim Trainierenden eine Nichtaufgeber-Mentalität erzeugt, denn Aufgeben wird katastrophale Folgen haben. „GIB NIEMALS AUF!“

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2019-05-18T17:50:42+00:00
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